Eine spielerische Projektion
aus dem net-clip-verlag.

crazyBL - Was steckt dahinter?


Geld regiert den Fußball!

Vereine, die viel Geld in ihre Mannschaft stecken können, spielen in der Regel die Meisterschaft unter sich. Die sogenannten "Kleinen" können meistens nur mittlaufen und den "Großen" ab und zu ein Bein stellen. Um den Titel spielen sie nur in absoluten Ausnahmefällen mit, selbst wenn sie sich weit über Wert verkaufen. Das muss nicht so sein!

Lizenzspieleretats

In der Saison 2012/13 reichten die Budgets der Fußballvereine der 1. Bundesliga für ihre Lizenzspieler von 12 Millionen (Greuther Fürth) und 15 Millionen (Fortuna Düsseldorf) bis zu 125 Millionen Euro (Bayern München). Damit waren die Voraussetzungen so ungleich, dass Bayern München Meister wurde, während Fürth und Düsseldorf die Abstiegsplätze belegten. Die Plätze 1 bis 4 gingen an Vereine der Top5 der Etat-Rangliste. Daraus lässt sich die Formel "Mehr Geld = Mehr Erfolg" schlüssig ableiten. Auch in der neuen Saison gibt es ähnliche Unterschiede. Diesmal setzen die Bayerns sogar 140 Millionen ein, während Eintrach Braunschweig, SC Freiburg und FC Augsburg nur 15, 16,1 und 17 Millionen Euro zur Verfügung haben.(Quelle für Lizenzspieleretats: rp-online.de)

Die crazyBL-Regeln

1. Es werden ausschließlich die tatsächlichen Bundesliga-Resultate verwendet.
2. Die Teams erhalten zum Saison-Start Bonuspunkte - in umgekehrter Reihenfolge der Millionen-Budgets (Braunschweig 17 Punkte, ..., Bayern 0 Punkte).
3. In jedem Spiel werden 3 Punkte verteilt. Gibt es einen Sieger, erhält dieser 3 Punkte, der Verlierer geht leer aus. Bei einem Unentschieden erhält jeder einen Punkt und das Team mit dem niedrigeren Spieler-Etat bekommt einen Bonuspunkt dazu.
Hierbei handelt es sich um eine spielerische Projektion der echten Ergebnisse in eine Welt, in der die Millionen-Etats einen Teil ihrer Bedeutung verlieren.

Weitergehende Erläuterungen

Handicaps

In einigen Sportarten und Wettbewerben kommen sogenannte "Handicaps" zum Einsatz, um Unterschiede in den Voraussetzungen auszugleichen. Handicaps werden dabei genutzt, um zwischen unterschiedlich starken Teilnehmern eine spannenden Wettkampf zu gewährleisten. So kommen schwächere Teams beim Polo einen Torevorsprung oder beim Trabrennen erhalten Teilnehmer einen Distanzvorsprung. Handicaps kommen aber auch zum Einsatz, um gleiche Voraussetzungen (nicht sportliche Leistungen) auszugleichen. Im Segelsport werden so teilweise durch das Boot gegebene Vorteile durch Zeitkorrekturen ausgeglichen. Bei Autorennen kommen Gewichtszulagen zum Einsatz. Beim Segelflugsport werden erzielte Punktwerte umgerechnet, um Maschinenvorteile nicht zu Ergebnisvorteilen werden zu lassen.

Möglicher Ausgleich von Wettbewerbsunterschieden im Fußball

Natürlich wäre es unsinnig allen Vereinen das gleiche Budget vorzuschreiben, da dann in Internationalen Wettbewerben die deutschen Vereine keine Rolle mehr spielen würden. Auch die Verteilung von Bleiwesten an die finanzstarken Teams wäre eher ein Kuriosität. Die Einführung von Tor-Vorgaben wäre auch keine Lösung, da im Fußball gegenüber anderen Manschaftssportarten relativ wenig Tore fallen und die 18 unterschiedlichen Spieleretats eine stärkere Differenzierung als 1 oder 2 Tore Vorsprung erfordern. Eine theoretische Möglichkeit wäre, die Torabmessungen jeweils an die Etat-Unterschiede anzupassen, jedoch müssten dazu gehörige Umbauten in den Stadien vorgenommen werden und die Schiedsrichter müssten vor jedem Spiel zentimetergenau nachmessen.
Eine weitere Alternative wäre das Umrechnen der Ergebnisse mittels einer mathematischen Formel. Es würde den Bezug zur Realität aber sehr einschränken, wenn etwa ein Tor zum Beispiel nur mit 0,73 zählen würde. Alle (Zuschauer, Trainer, Schiedrichter) müssten mit einem Taschenrechner ausgestattet sein. Und dann endet ein Spiel vielleicht mit 1,46 zu 1,68. Wie werden dann die Punkte verteilt? Gibt es dabei auch Nachkommastellen? Was hat dann das Torverhältnis noch für eine Bedeutung?